
Das denkmalgeschützte Ensemble der ehemaligen Synagoge und des Rabbinerhauses in Schlüchtern ist ein markanter, neuromanischer Bau, der von einer wechselvollen 135-jährigen Geschichte erzählt.
Einer Glanzzeit jüdischer Kultur und Lebens (1898 – 1938) folgt eine Phase von Zerstörung und Verwüstung (1938 – 1945) und eine Phase der industriellen und kulturellen Nutzung (1948 – 2010).
Seit ca. 20 Jahren wurde die Synagoge nicht mehr genutzt, es wurden keine Investitionen in den Bau zur Erhaltung getätigt.
Ende 2019 hat die Stadt Schlüchtern das Ensemble aus Synagoge und Rabbinerhaus erworben.
Im Juli 2021 hat sich der Verein Freunde der Synagoge Schlüchtern e.V. gegründet, mit dem Ziel, einen Beitrag zur Sanierung und Nutzung der Synagoge zu leisten.
Der Verein ist Erbbaupächter und ist insofern für die Sanierung und Wiederherstellung des Ensembles ebenso zuständig wie für die Gestaltung der Nutzung. Diese Nutzung folgt dem Motto „Besinnen, Bewahren und Beleben“.
Der Verein der Freunde der Synagoge Schlüchtern e.V. rekrutiert seine Mitglieder vorwiegend aus der Zivilgesellschaft der Region Schlüchtern und repräsentiert in seiner Mitgliederstruktur die Breite der Gesellschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt haben insgesamt 60 BürgerInnen der Region ihre Mitgliedschaft erklärt.